Bandförderer

Bandförderer sind Stetigförderer mit einem endlosen Band (z. B. Gurt, Riemen oder Seil) als Trag- und Zugorgan.

 

Er besteht im Wesentlichen aus:

  • einer Tragkonstruktion aus Stahlbauprofilen
  • einer Antriebstation (Antriebsrolle, Lager, Getriebe und Motor)
  • einer Umlenkstation
  • Tragrollen, Untergurtrollen und Führungsrollen
  • einem Fördergurt
  • einer Spannstation
  • einer Aufgabestation
  • einem Abstreifer

 

Bandförderer werden unterteilt in:

  • Gurtförderer (ein Bandförderer mit Gurt)
  • Stahlbandförderer (dünnes Stahlband, ggf. mit Gummi oder Kunststoff beschichtet)
  • Drahtgurtförderer (ein Band als Drahtgeflecht)
  • Riemenförderer (einer oder mehrere parallel angeordnete Riemen)
  • Seilförderer (ein oder mehrere parallel angeordnete Seile)
  • Kunststoffgliederbandförderer (ein Band aus Kunststoffmodulen, die zu einer Einheit verbunden sind)

 

Bandförderer können je nach konstruktiver Gestaltung sowohl für Schüttgut als auch
für Stückgut verwendet werden.

 

Vorteile von Bandförderern:

  • große Förderlängen, Fördermengen und Fördergeschwindigkeiten bei kleiner Antriebsleistung
  • sehr schonender Schüttguttransport

 

Nachteile der Bandförderer:

  • Empfindlichkeit gegen heiße und stark schleißende Fördergüter 
  • nur geradlinige Förderstrecken (Ablenkungen nur sehr begrenzt möglich) 
  • Steigungswinkel der Förderung begrenzt
  • Staubdichte Ausführung nur mit permanenter Wartung oder durch zusätzliche mechanische Ausrüstungen möglich
  • Keine Gasdichtheit möglich
  • Lediglich ein Auslauf je Bandförderer möglich
  • Die größte Gefahr an Gurtbandförderern ist, dass Körperteile zwischen dem Gurt
    und den Rollen eingezogen und abgerissen werden können. Da die Gurte in der Regel relativ schnell laufen, reicht die Reaktionszeit des Menschen nicht aus, rechtzeitig die Not-Aus-Reißleine zu betätigen. Für Gurtbandförderer gelten daher strenge Sicherheitsregeln.

 

Sehen Sie auch: Vergleich von Gurtförderer und Rohrkettenförderer