Pneumatischer Förderer

Pneumatische Förderanlagen sind Stetigförderer für Schüttgut, bei welchen das Gut durch Druck- oder Saugluft in einem geschlossenen Rohrsystem gefördert wird. Die Streckenführung ist dabei sehr flexibel. Sowohl Druck- als auch Saugförderanlagen beruhen darauf, dass die Feststoffteilchen bei hinreichend großer Luftgeschwindigkeit von den Strömungskräften erfasst und durch die Rohrleitung mitgeführt werden.

 

Je nach Stoffeigenschaften von Fördergut, Strömungsmedium und Förderleitung, den Mengen beider Medien und der Geometrie der Förderstrecke können verschiedene Förderzustände unterschieden werden:

  • Dünnstromförderung (stationäre Flugförderung) bei geringem Fördergutanteil.
    Das Fördergut wird mit verhältnismäßig großen Luftmengen und geringen Drücken
    bei Luftgeschwindigkeiten befördert, die entsprechend der Fallgeschwindigkeit der
    Einzelteilchen ebenfalls hoch sind. Man nennt diese Förderung auch Flugförderung.
  • Dichtstromförderung (instationäre Strähnen- und Pfropfenförderung) bei mittlerem Fördergutanteil.
    Es werden nicht mehr Einzelpartikel umströmt und aerodynamisch gefördert, sondern
    es werden Kornagglomerationen in der Form von Ballen, Dünen und Pfropfen von der verdichteten Förderluft bei relativ geringen Geschwindigkeiten und höheren Drücken
    durch das Förderrohr geschoben.
  • Dichtstromförderung (stationäre Fließförderung) bei hoher Gutbeladung.
    Es sind hohe Drücke notwendig, das Material wird dennoch nur langsam gefördert.
    Pneumatische Förderanlagen werden hauptsächlich für körnige und pulverförmige
    Fördergüter eingesetzt. Das Schüttgut sollten nicht kleben und rieselfähig sein.
    Eine kleine Korngröße ist vorteilhaft.

 

Pneumatische Förderanlagen zeichnen sich durch einen einfachen Aufbau, geringe Anlagenkosten, geringen Staubbedarf und Staubfreiheit aus. Nachteile sind die sehr hohen Energiekosten, der hohe Verschleiß und die Gefahr des Verstopfens.

 

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