Vielseitiges Fördersystem für die Recyclingindustrie

Sekundärrohstoffe flexibel transportiert - mit dem Schrage-Rohrkettensystem
Sekundärrohstoffe flexibel transportiert - mit dem Schrage-Rohrkettensystem

Die Recyclingbranche boomt, denn die Herstellung
von qualitativ hochwertigen Sekundärrohstoffen
wird bei steigenden Rohölpreisen und knapper
werdenden natürlichen Ressourcen weltweit immer
wichtiger.

So umfasst die Recyclingindustrie die verschiedensten
Branchen und Sparten, wie z. B. Glas-Recycling,
Papier-Recycling, Metall-Recycling oder Kunststoff-Recycling.

Produktives und flexibles Transportsystem

Genau so vielfältig wie die recyclebaren Produkte ist auch das Angebot an mechanischen Anlagen, die für den innerbetrieblichen Transport von Schüttgütern eingesetzt werden können. Welches Transportsystem eignet sich aber am besten für den Betrieb und den jeweiligen Einsatzfall? Bei stetig steigenden Betriebs- und Energiekosten sollte bei der Auswahl auch die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen und so das je nach Förderaufgabe insgesamt effizienteste System gewählt werden.


Deshalb sollte auch die Wahl eines Rohrkettenförderers in Betracht gezogen werden: Denn das Fördersystem zeichnet sich durch hohe Produktivität und Flexibilität aus, bei deutlich geringerem Energieverbrauch als die bekannten Fördertechnik-Alternativen. Rohrkettenförderer benötigen z. B. für eine Fördermenge von 60 m³/h bei 50 m horizontaler oder 30 m vertikaler Länge lediglich eine Leistung von 9,2 kW. Zudem sorgen sie durch ihr geschlossenes System für einen sicheren und umweltschonenden Transport der Recyclingabfälle innerhalb der Verwertungsanlage.

Erfolgreich durch jahrelanges Know-How

Dabei ist das Grundprinzip so einfach wie genial: Der Rohrkettenförderer besteht in seinen Grundbauteilen aus einer Antriebs- und Spannstation, der mit Transportscheiben bestückten Förderkette sowie aus Förder- und Rücktrum. Die Förderkette transportiert das Schüttgut in
einem Rundlauf durch das Rohrgehäuse direkt zur gewünschten Abgabestelle. Ein Unternehmen, das dieses System über Jahrzehnte weiterentwickelt und perfektioniert hat, ist Schrage Conveying Systems. Was die Friedeburger Fördertechnik so einzigartig macht, ist das enorme Wissen durch die langjährige Tätigkeit im Schüttguthandling. Mit Pioniergeist wurden Lösungen für die kniffligsten Linienführungen und die schwierigsten Schüttgüter entwickelt - auch dort, wo andere Fördersysteme bereits an ihre Grenzen stoßen.

 

Heute ist die Förderung feiner Partikel, wie Filterstaub oder Aluminiumpulver mit den Rohrketten-
systemen ebenso möglich, wie der Transport von groben Schüttgütern, wie Glasbruch oder Elektronikschrott. Das geschlossene System verhindert den Austritt von Stäuben, Gasen oder Gerüchen und führt zu einem komfortablen Schüttguthandling und einer höheren Betriebs-
sicherheit. Das Streckenlimit des Rohrkettenförderers liegt unter normalen Voraussetzungen bei bis zu 60 m horizontal oder 40 m vertikal. Aber auch Strecken, die über dieses Maß hinaus gehen, können durch ein Zusammenspiel mehrerer Anlagen bewältigt werden. Zum Erreichen der gewünschten Förderleistung stehen fünf verschiedene Baugrößen zur Wahl (Typ 115, Typ 135,
Typ 160, Typ 200 und Typ 270). Auch das Schüttgut selbst - von rieselfähig, klebrig, toxisch oder abrasiv bis chemisch aggressiv -  spielt bei der Planung der Förderanlage eine große Rolle. So sind die Charaktereigenschaften des Schüttguts zusammen mit den Gegebenheiten vor Ort Grundlage für die optimale Kombination aus Material und Design.

Problemlose Senkrechtförderung

Im Gegensatz zu einem Förderband ist mit dem Rohrkettenförderer auch die Senkrechtförderung problemlos möglich. Eine birnenförmig gestaltbare Linienführung, um z. B. Förderbandrückstände wieder auf das Band zurückzugeben, hat sich ebenfalls bewährt. Ein häufiger Einsatzort von Senkrecht-Rohrkettenförderern ist etwa die Befüllung von Silos.

Als platzsparendes und vor allem kostengünstiges Förderaggregat kommt der Rohrkettenförderer inzwischen in fast allen Sparten der Recyclingbranche zum Einsatz.

Kunststoffrecycling: feines Pulver oder Granulate

Im Kunststoffrecycling etwa werden PVC-Reste, wie z. B. Bodenbeläge, Fenster, Rohre oder Planen zur Herstellung von hochwertigem PVC-Granulat verwertet. Hier wird der Rohrketten-
förderer vor allem wegen seines geschlossenen Systems eingesetzt, denn ausschlaggebend für eine qualitativ hochwertige Wiederverwertung im Kunststoffrecycling ist die Reinheit des Materials. Und dies gelingt nur bei absolut sauberem Transport und ohne Materialverunreinigungen.

Glasrecycling: Glasbruch, Dolomit oder Soda

Ähnliches gilt auch für das Glasrecycling. In dieser Branche werden Rohrkettenförderer aber auch oft schon für den Transport der Rohstoffe zur Herstellung neuer Produkte verwendet, wenn Soda, Quarzsand, Kalkstein oder Dolomit zum Einsatz kommen.

Holzrecycling: Holzspäne, Hackschnitzel, Sägemehl

Beim Holzrecycling wird Restholz z. B. aus alten Möbeln, Paletten, Kisten oder auch Produktions-
resten aus der Industrie aufbereitet und zerkleinert. Nachdem es von Kunststoffresten und Metallen befreit ist, wird es z. B. in der Spanplattenindustrie in Form von Holzspänen, Hackschnitzeln oder Sägemehl wiederverwertet und per Rohrkettenförderer von A nach B transportiert.

Metallrecycling: Metallpulver oder Schredder

Besonders „wertvoll“ ist die Wiederverwertung im Bereich  Metallrecycling, zur Rückgewinnung von diversen Metallen sowie Kunststoffen. Dies schont zum einen die natürlichen Ressourcen und die Umwelt und senkt zum anderen die Herstellungskosten neuer Produkte. Per Rohrkettenförderer lassen sich Metallpulver, Metallschrott oder Kunststoffteilchen gleichermaßen problemlos transportieren.

Papierrecycling: Kaolin, Calciumcarbonat, Schlamm

Bei der Produktion von Recyclingpapieren werden umgekehrt oft Füllstoffe wie z. B.  Kaolin oder Calciumcarbonat dem Herstellungsprozess per Rohrkettenförderer zugeführt. Für den einfachen Transport von Papierschlämmen ist das System aber ebenso geeignet.

Fundiertes Wissen und umfassende Erfahrung

Die Beispiele zeigen, dass auch in der Recyclingindustrie fundiertes Wissen über vorgelagerte und nachgelagerte Prozesse mindestens genauso wichtig ist, wie umfassende Erfahrung mit Fördertechnik und speziellen Schüttgütern. Rohrkettenförderer beweisen seit vielen Jahren und tagtäglich, dass sie diesen Anforderungen auch unter schwierigsten Bedingungen gewachsen sind.

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