Historie

Unternehmen

Schrage Unternehmen Historie

Wie alles begann

Am Anfang stand eine Frage: Wie kommt denn nun das Schüttgut am besten von A nach B? Und zu dieser Zeit, Ende der siebziger Jahre, hatte der spätere Firmengründer Remmer Schrage schon jede Menge Erfahrung mit anderen Fördertechniken gesammelt, von der Förderschnecke bis zum Becherwerk. Aber nun stiegen auch die Ansprüche der Kunden: Geht das nicht besser? Flexibler, staubdicht oder energieeffizient? So begann Remmer Schrage, mit einem Rohr als Gehäuse und runden Scheiben zu experimentieren, die per Seil oder Kette gezogen wurden. Und weil die Kette sich als ziemlich praktisch erwies, gab sie dem Ganzen ihren Namen: Rohrkettenförderer. Die Vorteile waren so groß wie die Nachfrage, und Remmer Schrage gründete am 31.07.1987 schließlich die Schrage Rohrkettensystem GmbH.

Erste Prospekte wurden gedruckt, ein Prototyp gebaut und auf ein Fahrgestell montiert, um Interessenten persönlich per Förder-Vorführung zu überzeugen. Dafür fuhr Remmer Schrage nun vom heimischen Friedeburg in Ostfriesland quer durch das Land und erntete mit der mobilen Vorführanlage erst Staunen, dann aber vor allem Aufträge. Denn die Rohrkettenförderer eigneten sich für erstaunlich viele Branchen und finden sich heute natürlich nicht nur in Ostfriesland, sondern in der ganzen Welt. Aus der fahrbaren Vorführanlage (die man in Friedeburg übrigens noch besichtigen kann) ist heute ein ganzes Technikum geworden. Tausende von Anlagen hat Schrage seit 1987 gebaut und die Rohrkettenförderung kontinuierlich perfektioniert. Heute leiten die Söhne Ralf und Frank Schrage das Unternehmen, die genau wie ihr Vater mit Leidenschaft bei der Sache sind. Zum Beispiel, wenn neue oder auch sehr ungewöhnliche Schüttgutproben eintreffen und die Konstrukteure der Firma vor neue Herausforderungen stellen.

VIELE JAHRE VOLLER NEUER IDEEN UND SYSTEME

Neben den klassischen Rohrkettenförderern als fest installierte Anlagen gibt es nun auch viele mobile Fördersysteme zum flexiblen Schüttguthandling sowie individuell zugeschnittene Spezial-Lösungen. Schrage Conveying Systems gilt in der Branche als echter „Problemlöser“, da der Pioniergeist die Ingenieure besonders bei kniffligen Aufgaben immer wieder nach der perfekten Lösung suchen lässt. Die neueste Entwicklung ist die Eigenmarke „BULKup“ (www.bulkup.de), ein platzsparendes zusammenklappbares System: Es ist per Stapler verfahrbar und in nur zwei Minuten bereit, um z. B. Schüttgut aus BigBags auf einen LKW zu verladen.

VIELE PROJEKTE BRAUCHEN VIEL PLATZ

Auch räumlich ist Schrage gewachsen: Bereits 2005 entstanden am Standort Friedeburg ein eigenes Technikum und eine Ausstellungshalle; 2006 kam das neue Verwaltungsgebäude hinzu, und im Mai 2009 startete die eigene Fertigung. Durch das stetige Wachstum und die vielen Anfragen kommen nun weitere Gebäude hinzu: Die Produktion erhält 2.100 m² mehr Fläche, um die Lagerkapazität zu erhöhen und die Lagerung der Bauteile zu optimieren. So können z. B. Rohre und Bögen für kürzere Wege und eine optimierte Arbeitszeit näher an der Säge gelagert werden, und neue Krananlagen sorgen für Arbeitserleichterung an der Säge.

Die neue Montagefreifläche eignet sich ideal, um die Stand-Alone-Anlagen, die mobilen Rohrkettenförderer und den BULKup, zu montieren. Auch der Warenauslieferungsbereich wird neu strukturiert, so dass die Ingenieure die fertigen Komplettanlagen an Ort und Stelle endabnehmen können. Sendungen lassen sich zukünftig auf dem um 2.400 m² erweiterten Hof problemlos verladen, wo auch ausreichend Platz zur Rohwarenlagerung entsteht.

IN NAHEZU ALLEN BRANCHEN AKTIV

Schrages Kunden kommen aus unterschiedlichsten Industriezweigen, von Zementwerken, Kraftwerken oder der Kohleindustrie bis zu Recyclingunternehmen. Vor allem in der Pharma- und Lebensmittelindustrie sind die Umsätze aufgrund des umfassenden Know-hows von Schrage gestiegen. Hier gelten besondere Reinheits- und Sicherheitsvorschriften, und der Gebäudeumbau kann nun auch zur Trennung der Edelstahl- und Normalstahlfertigung genutzt werden. Hinzu kommen neue Schweißabsauganlagen und Ende 2017 ein Schweißroboter für größere Stückzahlen.

Die bis heute bestehende Freude an neuen Lösungen, die vielen interessanten Branchen, der weltweite Einsatz und die positive Auftragslage lassen Geschäftsführung wie Mitarbeiter von Schrage Conveying Systems deshalb äußerst positiv in die Zukunft blicken.